By the Light of the Northern Star…

…so heißt das neue Album der färöischen Metalband Týr, dem ich den heutigen Artikel widmen möchte. Doch zunächst will ich auf die kürzlich eingebundene Umfrage (siehe Sidebar) hinweisen und hoffe auf rege Teilnahme. Ich werde versuchen, mich in Zukunft beim Schreiben neuer Artikel an ihr zu orientieren.

Aber nun zum „Nordstern“. Seit Freitag ist Týrs neuestes Album auf dem Markt und die ersten Reviews weckten bei mir bereits starkes Interesse. So ist es nicht verwunderlich, dass das Album seit dem gleichen Tag mein eigen ist und ich seither viele Hördurchläufe genossen habe.

Zusammenfassend lässt sich vor allem eines feststellen: By the Light of the Northern Star ist deutlich schneller und eingängiger als jedes Týr-Album zuvor und fügt sich doch nahtlos in ihre Reihe ein. Bereits der Opener „Hold the Heathen Hammer High“ legt ein für Týr-Verhältnisse halsbrecherisches Tempo vor und prägt sich beim ersten Hören bereits ein, was auch völlig untypisch für die Färöer ist. „Tróndur í Gøtu“ knüpft da nahtlos an und ist nur deshalb etwas weniger eingängig, weil es sich dabei um eines der obligatorischen färöisch gesungenen Lieder handelt. Davon sind auch hier zwei enthalten.

Das schnellere Tempo und die verstärkte Eingängigkeit setzen sich auch im späteren Album weiter fort, insbesondere „By the Sword in my Hand“ und „Ride“ fesselten mich beim ersten Hören. Doch dann, nach knapp 44min ist der flotte Spaß auch schon wieder vorbei – hier zeigt sich einer der negativen Aspekte des neuen Albums. Durch den Mangel an langen, episch-vertrackten Liedern und der Geschwindigkeit der vorhandenen ist das Album trotz der 11 Lieder für Týr ganz untypisch kurz ausgefallen.

Letztlich bleibt ein gespaltener Eindruck zurück. Live werden die neuen Lieder sicherlich gut ankommen, gerade dort hatten Týr aufgrund der stark progressiven Natur ihrer Stücke bislang wenig neue Fans gewinnen können, doch ich bin mir unsicher, ob der neue Stil nicht ein Stück weit auch alte Fans abschrecken wird. Mir persönlich ist diese Entwicklung ganz recht, ich bin großer Fan epischen Power Metals und genau in diese Richtung bewegen sich Týr mit dem „Northern Star“ auch – inklusive textlich. Fest steht jedoch, dass Týr schon immer für Abwechslungsreichtum standen und ich bin mir sicher, dass im nächsten Album wieder ein neuer Aspekt der Färöer durchscheint. Allen Fans epischen Viking Power Metals kann ich die neue Týr auf jeden Fall bedenkenlos empfehlen.

Ich verbleibe mit heidnischem Gruß

Bilgamesch

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~ von Bilgamesch - 31. Mai 2009.

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